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..::01.05.09::..                                   Bierolympiade 19
Freunde, ich bin sprachlos. Muss ich ganz ehrlich zugeben. Und zwar einfach wegen diesen echten und herzlichen Emotionen, die wir bei dieser Olympiade erlebt haben.

Aber fangen wir doch am Anfang an, liebe Menschen. Bei geilstem Sommerwetter trafen sich um 18 Uhr 4 Mannschaften, um sich mal wieder bierolympisch zu duellieren. Wie dem unten darfgestellen Spielplan zu entnehmen, trafen die Hundertneuer Jugend, die Knasibaner, die Düsseldorfer und die Holländer nach altem Turnierfahrplan aufeinander. Es zeichnete sich allerdings direkt ab, dass alle Mannschaften in der Regel nur einen oder zwei Treffer auseinander lagen, um einen Sieg zu erringen. Somit waren die Spiele alle maximal spannend und sorgten für Freude auch bei den Zuschauern. Der Spielverlauf zeigte, dass Düsseldorf ganz souverän alle Vorrundenspiele gewann und somit als erste Mannschaft sicher im Finale stand. Im letzten Vorrundenspiel zwischen der Jugend und Holland ging es nun um den letzten Finalplatz. Mit einem absoluten Herzschlagfinale konnte die Jugend mit einem Treffer vorsprung die Holländer in ihre Heimat abschieben und ins Finale einziehen. Allein dies sorgte bei der Jugend schon für überschwengliche Freude.

Zum Finale entwickelte sich, durchaus begünstigt durch den Bierkonsum, eine Fussball-WM ähnliche Gröl- und Jubelstimmung. Die beiwohnenden Zuschauer und ausgeschiedenen Kader spalteten sich nun in 2 Lager: Die Düsselsupporter und die Jugendpaten. Und so grölte man sich an, feierte jeden Treffer der favorisierten Mannschaft und erkannte bei vielen Zuschauern auch solidarisierendes Trinkverhalten. Nach einem wirklich spannenden ersten Finalsatz, den Düsseldorf für sich entschod, hieß es als im 2. Satz "Matchball" für Düsseldorf. Die Jugend hat sich allerdings nicht durch den Rückstand demotivieren lassen und konnte unter tösendem Geschreie der Fans auf 1:1 ausgleichen. Im nun letzten Satz dieses Turnieres ging es also um alles, geiler könnte es nicht sein, Anspannung also nicht nur bei den Teams am Platz, sondern ebenso bei den vielen Zuschauern. Am Schluss stand der zottelbärtige Fritz aus Düsseldorf nur noch wenigen Hundertneunern gegenüber - auf beiden Seiten fehlte nur noch ein Treffer zum Sieg. Fritz konnte treffen und hat das Holz somit nicht nur ins Ziel gebracht, sondern ebenso den Turnierpott in Düsseldorf halten können. Die Massen konnten sich nicht mehr halten und so lufen die Fans der Düsseldorfer aufs Feld und vielen sich in die Arme. Absolut überschwengliche Freude stand absoluter Enttäuschung gegenüber. Wiedermals konnte die Hundertneuer Jugend den Pott leider nicht nach Hause holen.

Ich erinner mich wie König Andek und meine Wenigkeit zu einem Moment im Finale beide zustimmten, dass ein 3. Platz für uns vollkommen in Ordnung war, denn diese Stimmung, diese Freude und das Leid im Finale einfach ein sportliches Hochereigniss war und ein absoluter Hochgenuss. Trotz der vielen Emotionen verlief das komplette Turnier sehr sportlich und nach Spielende zollten viele Spieler, Gewinner wie Verlierer, sich gegenseitig Respekt und drückten dies durch gemeinsames Schmusen, Handschütteln oder individuell gewählte Gesten aus. Als sportlicher Betrachter bin ich mit diesem Fest überaus zufrieden und kann auch nach dieser Olympiade sagen, dass ich mit solchen Spieler wie sie dort gestern auf dem Felde standen gerne noch 109 weitere Olympiaden spiele. Freunde, genau SO muss das sein. Und genau SO macht es auch einfach einen heiden Spass.

Leute, die nächste Bierolympiade kommt, trainiert weiter, bleibt heiss, denn bald heisst es wieder...
"ANNN DIIIEE FIICKKERRRRRRRR"


Kapitän zu Hodenstuhl a.D.
Stammratsvorsitzender & Mitgründer der 109er Bierolympiade